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Rettungs-Transport Heidi (Amy) Juli 2012

Nadja berichtet:

Ausgemacht war, dass wir um 16.00 Uhr losfahren, doch wegen einiger Staus kam Dagmar erst gegen 22.00 Uhr am vereinbarten Treffpunkt an. Den Tag verbrachte ich also mit angespanntem Warten. Gegen 24.00 Uhr war ich dann auch da und sofort nach dem Taschenverladen ging es los.

"Bist du müde?", fragt Dagmar während der Fahrt. Nein, sage ich. Als ich zwei Stunden später wieder wach bin, sind wir immer noch in Frankreich und freuen uns, dass es noch keinen Stau gab.

Gegen 10.00 Uhr morgens dann der erste Stau. Zum Glück funktioniert die Klimaanlage im Auto sehr gut, denn man sieht der Draußenwelt an, dass es ziemlich warm ist. Nach einer Stunde im Stau kann es weitergehen.

Irgendwann sind wir in Spanien und können es kaum erwarten, das Meer zu sehen. Und dann! Endlich! Fünf Meter Meer. Hui. Blitzschnell ein Foto gemacht.
Nach so vielen Stunden Sitzen fragen wir uns, ob wir jemals wieder werden stehen können, so ganz ohne Hintern, denn der ist inzwischen unbrauchbar geworden.

Weil es heiß ist, will Dagmar mit den gerauchten Zigarettenstummeln draußen keinen Brand verursachen und wirft diese in eine Wasserflasche, die sie zurück in die Autotür stellt.

Auf den letzten Drücker geht uns das Benzin aus und wir bangen und beten, dass wir es bis zur nächsten Tankstelle noch schaffen - das Auto rollt gerade so noch ein.

Das Hotel will sich nicht so schnell finden lassen, doch gegen 17.00 Uhr haben wir es endlich geschafft! Zuerst duschen wir und treffen dann Luisa. Wir essen etwas - wobei ich lieber später mein mitgebrachtes Vesper vertilge, da dort niemand Englisch spricht und es so unmöglich ist, etwas Vegetarisches zu bekommen - und düsen dann ins Tierheim.

Dort begrüßen wir erstmal alle, inklusive Tiere, und packen dann gemeinsam die ganzen mitgebrachten Spenden aus. Während dem Auspacken werden fünf wenige Tage alte Welpen und eine Hündin im Tierheim abgegeben, was alle ein wenig traurig macht.

Am Freitagmorgen darauf fahren Dagmar und ich wieder ins Tierheim und helfen, wo wir können. Sie hilft beim Streichen der Mauern und ich helfe Luisa beim Boxen säubern, indem ich die Katzen und quirligen Hunde streichle. Später helfe ich noch beim Mauerstreichen indem ich meine Haare unfreiwillig gegen die frische Farbe werfe.

Zwischen halbfünf und fünf fangen wir an, das Auto für die Heimreise zu beladen. Auf der Fahrt ist Dagmar sehr müde und ich muss ihr irgendwelchen Stuss erzählen, damit sie wach bleibt. Gegen halbvier wird sie durstig und greift nach einer Wasserflasche in der Seite der Tür. Im Halbschlaf höre ich sie würgen und gellen. Natürlich hat sie die Flasche mit den Kippen erwischt und einen kräftigen Schluck genommen ... ich lache heimlich, still und leise in mich hinein und kann kaum aufhören. Entschuldige, Daggi!

Nach etlichem Mautgebührenbezahlen und Tankstellenbesuchen sind wir endlich da, wo ich wieder abgeholt werde. Hündin Heidi, die wir in Pflege nehmen, steigt mit mir um. Mein Handy vergesse ich im Transportauto und Heidi weicht mir nicht mehr von der Seite und verliert so ihr Fell in meinem Zimmer :-).

Es war eine gelungene Kurzreise, alle haben sie unbeschadet überstanden.

Herzliche Grüße an alle
Nadja (und Heidi, die jetzt Amy heißt)

Herzlichen Dank Nadja für deinen abenteuerlichen Einsatz und diesen gelungenen Reisebericht!