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- Greyhoundsperre (Myoglobinurie) nach einer
Hetze oder einem Sprint:
Die Greysperre ist keinesfalls mit einem menschlichen Muskelkater zu
vergleichen, sondern wird innert kürzester Zeit zur lebensbedrohenden
Krankheit. Es hängt dabei nicht in erster Linie vom Trainingsstand des
Hundes ab, sondern es kann jeden Windhund treffen. Sogenannte "trockene"
Hunde (sehr gut bemuskelte Tiere) oder Hunde mit grossem "Jägerherz",
sowie Kälte oder schwül warme Luft unterstützen die Gefahr weiter.
Leider kennt nicht jeder Tierarzt diese Krankheit. Einigen Tierärzten
hilft es weiter, wenn er weiss, dass es sich um die gleiche Bedrohung
handelt, welche beim Pferd "Kreuzverschlag" heisst.
Voraussetzung für die Greysperre ist immer
eine starke Belastung der Muskulatur, sei es durch eine Hetzjagd, einen
Sprint oder übermässiges Spiel.
Danach sollte man den Urin des Windhundes beobachten. Sobald er sich
dunkler zeigt, besteht die Gefahr, dass er eine Greysperre hat, die
unbehandelt Nierenschäden nach sich ziehen kann. Es muss unbedingt
weiter beobachtet werden, ob er gut aufstehen kann, ob er weich geht
oder "stelzig" herumläuft, ob er besonders müde ist oder ob Fieber
auftritt. Dies ist nicht nur am Tag des Sprints wichtig, sondern auch
noch die nächsten zwei, drei Tage danach.
Bei einer hochgradigen Greysperre ist der Hund kaum oder überhaupt nicht
mehr in der Lage zu laufen oder sich zu bewegen. Er liegt am Boden, die
Beine verkreuzt, der ganze Körper ist vollkommen hart und verkrampft,
die Zunge lang, dick angeschwollen und wird herausgestreckt, die Augen
quellen hervor, der Hund hat extrem hohes Fieber, der Urin ist schwarz,
usw.
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Mittelmeerkrankheiten:
Die Leishmaniose ist die bekannteste
Mittelmeerkrankheit. Bei dieser Infektionskrankheit werden Parasiten,
Leishmanien genannt, von der Sandfliege durch deren Stich auf Mensch
oder Tier übertragen. Nach dem Stich vermehren sich die Leishmanien in
den weissen Blutkörperchen und können die unterschiedlichsten
Krankheitssymptome hervorrufen. Die Leishmaniose kann auch erst nach
Monaten oder Jahren ausbrechen. Das heisst, dass der Bluttest beim
ersten Gesundheitscheck des Tierarztes vielleicht nichts anzeigt, der
Hund aber trotzdem Leishmaniose hat.
Sollten also irgendwann unbestimmbare Krankheitsanzeichen bei Ihrem Hund
auftauchen, ist es äusserst wichtig, den Leishmaniose-Test zu
wiederholen. Eine frühzeitig entdeckte Leishmaniose kann
man mit dem heutigen Wissen relativ gut behandeln.
Die Behandlung einer Mittelmeerkrankheit gehört in die Hände eines
Tierarztes. Alternativmedizin (z.B. Homöopathie, Bachblüten) kann diese
Behandlung sanft unterstützen.
- Fütterung:
Untergewicht verursacht Stress,
Übergewicht schadet den Gelenken.
Ob Ihr Windhund zu dünn oder zu dick
ist, kann einfach geprüft werden: Auf seinem Rücken muss man drei Wirbel
deutlich erkennen können, zwei weitere dürfen noch leicht angedeutet sein.
Sehen Sie 5 Wirbel deutlich, ist Ihr Hund zu dünn.
- Eine Greyhündin sollte 25-30 Kilogramm wiegen, ein Greyrüde kann bis zu 40 Kilogramm schwer
sein, je nachdem wie hoch der Anteil an Muskelgewebe ist.
- Bei Galgas liegt das Idealgewicht bei 23- 28 Kilo, ein Galgorüde darf bis 35 Kilo schwer sein, ebenfalls abhängig vom
Muskelanteil und seiner Grösse.
- Eine grosse Podenca kann bis 30 kg, ein grosser Podenco kann bis zu 40
Kilo wiegen.
Windhunde haben einen empfindlichen Magen;
füttern Sie deshalb lieber täglich mit drei kleinen Mahlzeiten als mit einer
grossen.
Das für
Rennhunde hoch proteinhaltige Futter ist für unsere "pensionierten" Renn-
und Jagdwindhunde nicht mehr geeignet. Ein Proteinanteil von 21% bis 25% ist
ideal. Ebenso wenig sollten Sie nährstoffreiches Dosenfutter verwenden. Es
durchläuft den Magen-Darm-Trakt zu schnell. Ein gutes Trockenfutter,
angefeuchtet mit warmem Wasser oder Standard- Dosenfutter ist bestens
geeignet.
- Verschleiss-Erscheinungen:
Bei den Hunden können Muskel- oder Knochenschmerzen
auftreten, die noch von der Überanstrengung ihrer Renn- bzw. Jagdzeit
stammen. Ein nebliges kaltes Wetter wird sie noch verschlimmern. Die Gelenke
(Knie der Vorderläufe) sind meist am schlimmsten befallen. Die Gelenke der
Hinterhand können ebenfalls davon betroffen werden, wenn z.B. eine alte
Bruchstelle später arthritisch wird.
Viele Tierschutzhunde haben anfänglich Wunden, Liegeschwielen
oder kahlen Stellen an Ellbogen, Bauch oder Rute. Mit einer guten Salbe
können diese Hautschäden behandelt werden.
Bieten Sie Ihrem Hund ein weiches Bett (eine
alte Steppdecke, ein Federbett oder ein Sofakissen) an, das seine
hervorstehenden Knochen und Gelenke schützt und offene Stellen und
Schwellungen vermeidet.
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